Kloster erleben

Gemeinschaft & klösterliches Leben

Wir sind Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft und Prägung, die sich durch eine gemeinsame Gott-Suche verbunden wissen und die sich nach einer intensiven Gottesverbundenheit sehnen.

Das Leben in Gemeinschaft ist dabei Geschenk und Herausforderung zugleich. An- und miteinander können wir wachsen und reifen, um Christus, der Mitte und Quelle unseres Lebens, immer näher zu kommen.

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Leben in Gemeinschaft

In unserem gemeinschaftlichen Da – Sein, versuchen wir, das Gebot Jesu „Liebt einander“ (Joh 13,34) im familiären Zusammensein zu leben. Dazu sind uns das Gebet, der Dienst füreinander und die Aufgaben im Haus hilfreich.

Die täglichen Erholungszeiten (Rekreation) geben uns Gelegenheit für Entspannung, Unterhaltung, Spiel und Frohsinn.

Feste wie z. B. Ordensjubiläen, Ostern und Weihnachten, aber auch Feiern mit Mitarbeitenden, stärken unsere Gemeinschaft und schenken Kraft für den Alltag.

„Wenn wir keine herzliche Liebe zu unseren Schwestern haben, in denen wir Gott sehen sollen, haben wir auch keine wahre Liebe zu Gott.“
Johanna Franziska von Chantal

Lindenblueten
leben in gemeinschaft

Gebet & Gebetszeiten

Unsere Gründer wollten:

„…Gott Töchter des Gebetes schenken, so innerlich, dass sie würdig befunden werden, Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten.“
aus unseren Satzungen

Das Gebet ist somit Mitte und Quelle für das Leben jeder Heimsuchungsschwester.

Aus dem Stundengebet,
der Eucharistiefeier, dem persönlichen Gebet,
dem Meditieren des Wortes Gottes (Heilige Schrift) und der geistlichen Lesung
schöpfen wir Kraft für unser Leben in der Nachfolge Jesu.

Die Sorgen, Nöte und den Dank der Menschen tragen wir vor Gott und nehmen so Anteil am Leben der Welt.

Unsere Gäste sind zur Teilnahme an unserem Chorgebet und der Hl. Messe herzlich eingeladen.

Das Gebet ist nichts anderes als ein Gespräch, in dem sich die Seele liebevoll mit Gott über seine höchst liebenswürdige Güte unterhält, um mit ihr eins zu werden und mit ihr ganz verbunden zu sein.
Franz von Sales

meditation
meditation

Stundengebet im Schwesternchor

Änderungen vorbehalten

Montag bis Freitag

6.25 UhrLaudes
11.05 UhrSext (Mittagsgebet)
16.45 UhrLesehore / Vesper
ca. 20.00 UhrKomplet

Samstag

6.10 UhrLesehore / Laudes
11.05 UhrSext (Mittagsgebet)
16.00 UhrRosenkranz
anschließendVesper

Sonntag

6.45 Uhr Laudes
11.05 UhrSext (Mittagsgebet)
16.45 UhrLesehore / Vesper
ca. 20.00 UhrKomplet

Arbeit

Klösterlicher Alltag

Wir leben unseren Tag im Rhythmus von Gebet und Arbeit, Zeiten des Alleinseins und der gemeinsamen Erholung. Dies hilft uns in den vielfältigen Ereignissen des Alltags die Gegenwart Gottes zu suchen.

Eine einzige Arbeit, in aller Ruhe und gewissenhaft ausgeführt, ist wertvoller als viele Arbeiten, bei denen wir uns überstürzen.
Franz von Sales

Die Arbeit dient uns nicht nur als Lebensunterhalt, sondern ist in erster Linie Dienst für Gott an den Mitmenschen. Unser Bestreben ist es, jede Aufgabe mit der gleichen Liebe zu tun, als wäre sie die Wichtigste.

Überlege nicht, ob du viel oder wenig tust und ob es gut oder schlecht ist, wenn du ganz schlicht den Willen hast, es für Gott zu tun.
Franz von Sales

Unsere Arbeitsgebiete:

  • Leitung und Verwaltung des Klosters
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten im Schwesternbereich (Klausur)
  • Pforte mit Klosterladen
  • Bildungshaus
  • Sakristei und Kirchenschmuck
  • Obstgarten und Obstverarbeitung
  • Küche

In den verschiedenen Arbeitsbereichen werden wir von unseren Mitarbeitenden tatkräftig unterstützt!

schreinerwerkstatt schreiner beim arbeiten
flügel fürstensaal
arbeiten im garten mitarbeiterin und schwester
gärtnerei
schreinerwerkstatt schreiner beim arbeiten
flügel fürstensaal
arbeiten im garten mitarbeiterin und schwester
gärtnerei

Angebote der Schwestern

aufenthalt aussenraum garten
besinnungswochenende
bild trauer einzelbegleitung

Trauerbegleitung

Einzelbegleitung Jeder Mensch trauert anders, weil mit jedem Verlust eine ganz persönliche und schwere Erfahrung…

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einzelexerzitien
stille tage

Weshalb dem Nächsten etwas vorenthalten, das ihm von Nutzen sein kann?
Mein Wunsch wäre, dass alles Gute in der Heimsuchung von jedermann erkannt und gekannt werde.
Franz von Sales

Spiritualität

Wir Schwestern von der Heimsuchung Mariä möchten im Geist unserer Ordensgründer, des hl. Franz von Sales und der hl. Johanna Franziska von Chantal, eine Spiritualität der frohen Gottesliebe, der Herzlichkeit und der Begegnung leben.

Dazu ist uns, in besonderer Weise, die Begegnung von Maria und Elisabeth im Lukasevangelium (Lk 1, 39-56) Vorbild und Richtschnur. Diese beiden Frauen, in ihrer Gottverbundenheit, Liebe, Herzlichkeit, Demut und Treue nachzuahmen und so allen Menschen offen und froh zu begegnen, ist unser Ziel.

heimsuchung chor

Die wesentlichen Elemente unserer kontemplativen Lebensweise sind:

Gebet und Schweigen
Leben in der Gegenwart Gottes
Leben in Gemeinschaft mit den kleinen Tugenden der Heimsuchung:

  • Einfachheit und Liebe,
  • Herzlichkeit,
  • Demut, Sanftmut, Hochherzigkeit.

Diese Elemente, die wir täglich neu einüben dürfen, möchten uns Hilfe und Wegweisung im klösterlichen Alltag sein. Indem wir immer wieder versuchen, auf die kleinen und unscheinbaren Dinge des Lebens zu achten, kann das Leben zur frohen und hoffnungsvollen Begegnung mit Gott und den Menschen werden.

Der Geist der Heimsuchung ist ein Geist tiefer Demut vor Gott und großer Güte dem Nächsten gegenüber.
Franz von Sales

Schloss & Orden – zwei Geschichten, ein Ort

Die Geschichte von Zangberg erzählt von einem barocken Schloss, von klösterlichem Leben und von einem Ort, der sich immer wieder neu entwickelt hat.

Erfahren Sie mehr über die Entwicklung des Schlosses und über den Orden der Schwestern von der Heimsuchung Mariä, der das Haus bis heute trägt.

Entstehungsgeschichte des Ordens im Kloster Zangberg

Wir Schwestern von der Heimsuchung Mariä (auch Salesianerinnen genannt) im Kloster Zangberg sind Teil einer weltweit verbreiteten Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Der Orden wurde 1610 von Franz von Sales, Bischof von Genf-Annecy und der Witwe und Mutter Johanna Franziska von Chantal im savoyardischen Annecy gegründet und breitete sich rasch aus.

  • Weitere Infos zu den Ordensgründern
  • PDF hier ausführliche Ordensgeschichte herunterladen
1667
damenstiftskirche

Henriette Adelheid von Savoyen (Gemahlin des bayer. Kurfürsten Ferdinand Marias) holt die ersten Heimsuchungsschwestern nach München, mit dem Wunsch, die Klosterfrauen sollen die Landestöchter im Geist des hl. Franz von Sales zu starken christlichen Frauen zu erziehe

1735
damenstiftskirche

Der Bau des von den Schwestern aus eigenen Mittel finanzierten Klosters wird eingeweiht. Die ehemalige Klosterkirche ist heute als Münchner Damenstiftskirche bekannt

1783
Indersdorf

Ein schwerer Schlag! Auf Geheiß des Kurfürsten Karl II Theodor müssen die Schwestern München verlassen und in das ehem. Augustiner-Chorherrenstift Indersdorf ziehen. Wo sie nach anfänglichen Schwierigkeiten ebenfalls ihrem Erziehungsauftrag nachgehen können.

1831
Indersdorf

Die Klostergemeinde siedelt wegen Baufälligkeit der Indersdorfer Anlage in das Kloster Dietramszell über. Hier erlebt die Gemeinschaft nun nach den Jahren der Säkularisation eine Blütezeit. Mehrere Klöster werden in den nächsten Jahren gegründet, dennoch ist Dietramszell zu klein!

1862
damenstiftskirche

Die Dietramszeller Oberin, M. Gonzaga Mägelen, beschließt eine erneute Übersiedelung in ein Haus, das Eigentum der Schwestern sein soll. Zwischen August und September beziehen die Schwestern das Schloss Zangberg, das nun Kloster Zangberg wird und dem hl. Josef geweiht ist.

Schloss- und Klostergeschichte

Die Geschichte von Schloss und Kloster Zangberg reicht über viele Jahrhunderte – von der ersten Erwähnung einer Befestigungsanlage über das barocke Schloss bis zum heutigen Kloster und Bildungsort. Der folgende Zeitstrahl zeigt wichtige Stationen dieser Entwicklung und führt bis in die Gegenwart, in der das Haus vor der Aufgabe steht, das historische Gebäude zu bewahren und zugleich zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Eine ausführliche Darstellung der Klostergeschichte steht zusätzlich als PDF zur Verfügung.

  • Ausführliche Klostergeschichte als PDF
1000

„Zangwerch“, erstmalige Namensnennung mit Hinweis zur Befestigungsanlage auf dem Hügel über dem Isental.


1285
skizze zangberg

Sehr spät wird Zangberg urkundlich nachweisbar – Beschwerdebrief des Salzburger Erzbischofs an den Landshuter Herzog:

„Der Harskircher hat auf seinem Grund eine Veste errichtet“

1663
skizze zangberg

Glanzzeit des Schlosses – Johann Sigismund Freiherr v. Neuhaus erwirbt Burg und Hofmark Zangberg. Nach einem Brand entstand unter seinem Nachfolger Ferdinand Maria Franz der Neubau des heutigen Schlosses.

1862
skizze zangberg

Vom Schloss zum Kloster – Die „Salesianerinnen“ von Dietramszell kaufen das „heruntergekommene“ Schloss von Graf Geldern und errichten eine angesehene Bildungs- und Erziehungsanstalt.

1869
skizze zangberg

Einweihung der neuerbauten Klosterkirche

1941
skizze zangberg

Das Kloster wird während des 2. Weltkrieges beschlagnahmt und die Schwestern ausgewiesen.

Eine Schule mit Internat kann 1946 wieder eröffnet werden, es fehlen jedoch ausreichend Lehrkräfte

1967
skizze zangberg

Neue Aufgabe der Schwestern – Nach Schließung der Schule wird Kloster Zangberg mit dem „Haus der Begegnung“ zur Bildungsstätte für Erwachsene.

2000
skizze zangberg

Die BSH Academy bezieht nach Umbau die Räume im 2. Stock, die von 1968-1995 als Altenwohnheim dienten.

2025
skizze zangberg

Weiterentwicklung des Hauses
Die Schwestern gestalten aktiv die Zukunft des Klosters und entwickeln Kloster Zangberg als Bildungs- und Begegnungsort weiter.

Kloster Zangberg – Ein Porträt

Einblicke in das Leben der Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Heimsuchung Mariens im Kloster Zangberg in Bayern.
© Diözesanmuseum Freising 2017, veröffentlicht von Herbert Winklehner.

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